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Führen heisst dreierlei: Organisation der Abläufe, Personen betreuen und Kontrolle der Qualität und der Resultate. An der Basis von allem aber liegt die Atmosphäre und die elementaren Selbstverständlichkeiten. Wenn die Atmosphäre nicht stimmt, stimmt nichts mehr richtig. Wenn es selbstverständlich ist, dass die Mitarbeitenden motiviert werden müssen, so fehlt der Schwung. Denn Wo Schwung ist und wo Lust im Einsatz sind, braucht es keine Motivation (vgl. dazu: Eduard Sprenger: Mythos Motivation).
Schwung und Atmosphäre sind Phänomene der humanen Energie und der Vitalität des Betriebs. Ressourcive Führung bedeutet, in erster Linie dafür sorgen, dass die Atmosphäre stimmt und die schwungvolle vitale Energie zirkuliert. Blossstellen, Misstrauen, von oben herab befehlen, gut meinen - dies alles hemmt die Zirkulation von Vitalität. Die Atmosphäre wird bestimmt von oben nach unten, und dazu ist es angezeigt, dass das Führungsteam selbst sich gegenseitig günstig gesinnt ist.
In zweiter Linie gilt es, die existentialen Ressourcen wie : Lust, Sinnhaftigkeit, Verstandenwerden, sich-zugehörig-fühlen zu aktivieren.
Erst in dritter Stelle geht es darum, die Nutzressourcen einzusetzen und zu nutzen. Die existentialen Ressourcen kann ich nicht nutzen, ich kann mich von ihnen tragen lassen. Nutzressourcen wie Humankapital, Wissen, Geld, verfügbare Zeit, Material unterstehen der Macht der Beteiligten. Die existentialen Ressourcen ihrerseits vertragen keine Macht und keine Dominanz. Unter Druck blu7ten die existentialen Ressourcen aus und verwandeln sich in Desinteresse und Widerstand.
Ressourcive Führung zeigt die verschiedenen Perspektiven auf, und führt praxisnah in die ressourcive Berücksichtung von Vitalität und existentiale Ressourcen ein.
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