Indigo-Kinder und die Pädagogik des Bewusstseins

Indigo-Kinder brauchen eine Pädagogik des Bewusstseins für das Bewusstsein. Die Pädagogik des Bewusstseins das zentrale Anliegen, das Bewusstsein auszubilden und die Wahrnenhmung zu schulen. Bewusstsein ist jene geistige Fähigkeit, um jenseits von Gedanken und Intelligenz, Wirklichkeit erfahren und klar erkennen zu können. Der Seele und der Grösse des Menschen nützt es nichts, wenn er hoch intelligent ist und soziale Erfolge einheimst, aber keine Bewusstheit hat von dem, was er eigentlich ist, und wenn er die Klarheit, die durch Bewusstheit vermittelt wird, nicht sein eigen nennt.

Es ist ähnlich wie beim Gourmet. Ob eine Person ein Gourmet ist, das ist keine Frage, wie viele Esswaren er isst, sondern eine Frage des bewussten Genusses, mit dem der Esser speist. Einfach Fleisch und Gemüse, Salat und Dessert zu konsumieren, macht keinen Gourmet aus. Erst das bewusste Essen, das achtsame Geniessen, das hingebungsvolle Kosten und die Wertschätzung von Essen und Zubereitung sowie die Dankbarkeit in tiefer Befriedigung machen den Gourmet aus. Indigokinder wollen keine Verschlinger von Stoff sein noch Konsumenten der Welt. Die Indigokinder wollen die Welt und ihre Grösse bewusst erfahren und die Begegnungen mit ihr auskosten. 

Die GasserSchule ist eine "Indigoschule", das heisst sie arbeitet mit einer Pädagogik, die für Indigokinder geeignet ist und für Kinder des Bewustseins und der hohen Sensbilität.

Was ist ein Indigo-Kind?

  1. Sie kommen mit dem Gefühl, königliche Hoheiten zu sein, auf die Welt (und verhalten sich oft dementsprechend).
  2. Sie haben das Gefühl, dass sie es "verdienen, auf der Welt zu sein", und sind überrascht, wenn andere diese Ansicht nicht teilen.
  3. Selbstwertgefühl ist für sein kein grosses Thema. Sie sagen ihren Eltern oft schon sehr deutlich, "wer sie sind".
  4. Sie haben Probleme mit absoluter Autorität (Autorität ohne Erklärung oder Wahlmöglichkeiten).
  5. Sie tun bestimmte Dinge partout nicht, so zum Beispiel fällt es ihnen schwer, Schlange zu stehen.
  6. Sie werden frustriert, wenn Systeme ritualorientiert sind und kein kreatives Denken erfordern.
  7. Sie sehen oft bessere Möglichkeiten, wie man etwas angehen könnte, ob zu Hause oder in der Schule, und so werden sie oft als Kinder gesehen, die gegen bestehende Systeme rebellieren (mit keinem System konform gehen).
  8. Sie wirken unsozial, es sei denn, sie bewegen sich unter ihresgleichen. Sind keine anderen in ihrem Umfeld, deren Bewusstsein ähnlich strukturiert ist, so verkriechen sie sich oft in sich selbst und haben das Gefühl, von niemandem verstanden zu werden. Schule ist für sie sozial gesehen oft ausserordentlich schwierig.
  9. Sie sprechen nicht auf "Disziplin aus Schuldgefühlen" an ("Na warte, bis dein Vater nach Hause kommt und herausbekommt, was du angestellt hast.").
  10. Sie sind nicht zurückhaltend, wenn es darum geht, deutlich zu machen, was sie brauchen.

    aus: Einleitung, S. 16 von Lee Caroll / Jan Tober: Die Indigo-Kinder

Neues bei den Kindern des Bewusstseins

Neu bei den Kindern des Bewusstseins ist:

- Das unbewusste Befolgen der Impulse weicht der Wahrnehmung von Was ist eben passiert? Was ist eben mit mir passiert? Wer bin ich dabei? Was will ich denn damit? Was will ich eigentlich?

- Der Sinn für Gerechtigkeit und Fairness ist bei Neuen Kindern voll entwickelt. Sie verstehen nicht, warum Ungerechtigkeit geschieht oder warum diese Ungerechtigkeit toleriert wird. Sie brauchen Erklärungen, die keine Forderungen sind, sondern die Tatsachen, Bedingungen und menschlichen Verhaltensweisen erläutern und in einen grösseren Rahmen stellen. Die Erklärungen haben so ausführlich zu sein, bis das Kind den Sinn der Ereignisse einsieht. Nach den Erklärungen geht es darum, wie mit den Ereignissen umgegangen werden soll. Was machen wir nun? Was sage ich? Was tun wir das nächste mal? Wie steht dieser Fall im Verhältnis zu dem, was ich selbst bin und tue?

- Der Sinn für Schönheit, Erhabenheit und Sanftheit zeigt sich bei solchen Neuen Kindern darin, dass sie auf alles, was unschön, erniedrigend und hart ist, abwehrend reagieren. Sie verweigern sich oder sie gehen nach Innen oder sie rebellieren und nerven mit Fragen und Bemerkungen noch und noch.

- Ihr bestens ausgebildeter Sinn für das, was echt ist, braucht Betreuende, die diese Authentizität leben, und zwar in einer Dosis, die grundsätzlich erkennen lässt, wie Echtheit wirklich aussieht. Dazu braucht es klare Offenheit von Seiten der Betreuenden, die ihre eigenen Grenzen und Beschränktheiten artikulieren, zu ihnen stehen und Wege zeigen, wie die Ansprüche an die Betreuenden selbst und ihre Grenzen so gestaltet werden können, damit Echtheit drin steckt. (Vgl. auch Lehrerprofil).

- Ist die Atmosphäre, in welcher Schule, Lernen, Begegnung und Krisen stattfinden, förderlich, blühen diese Kinder au und verlieren die aneckende Haltung. Die Atmosphäre ist keine Leistung der Lernenden, sondern ihr Zustandekommen hängt von den Lehrenden und Begleitenden ab. Die Betreuenden erfüllen diese Aufgabe nur, indem sie für sich Transparenz, Offenheit und Lust an der Hingabe leben.

- Geborgenheit in verschiedensten Formen gibt den nötigen Halt, den die neuen Kinder in ihrem Indigo-Bewusstsein brauchen. Je höher die Sensibilität, desto elementarer ist es, dass sie eine Aufgehobenheit erfahren, die unbedingt ist und nicht von dem abhängt, was sie tun oder sagen, weder von Leistung noch von Zufall.

Neue Pädagogik für die neuen Bewusstseinsträger

In der Ressourciven Pädagogik sind diese erwähnten Faktoren von Bewusstsein, Sinn für Schönheit und Gerechtigkeit und die Suche nach Atmosphäre und Geborgenheit zentral. Der Flow, das Bewusstsein und die geborgene Atmosphäre sind nicht nur Eigenschaften der lehrenden Personen oder Lebewesen, sondern entsprechen vitalen und elementaren Gross-Strategien, die erlernt, trainiert und verinnerlicht werden können.

Diese Strategien sind keine Methoden und keine Sammlung von Rezepten, sondern sind sozusagen der große Bogen, dem das eigentliche Leben folgt. Diese Pädagogik nennt sich Bewusstseins-Pädagogik oder Flow-Pädagogik. Sie stellt eine dritte Stufe der pädagogischen Entwicklung dar.

Sie unterscheidet sich erstens von der traditionellen Pädagogik, die auf Leistung und Resultat fokussiert und sich auf Methoden und Planbarkeit abstellt.

Zweitens unterscheidet sie sich von der humanistischen Pädagogik, die auf Freiheit und Selbstbestimmung fokussiert. In der Ressourciven Pädagogik ist nicht Freiheit das Grundlegende, sondern elementar ist, dass Freiheit von blühender Vitalität erfüllt ist.

Selbstbestimmung macht das Wesen des Menschen aus, der Grund aber von Mensch und Menschlichkeit ist die Sehnsucht nach Freiheit, und diese Sehnsucht ist der Urgrund aller Freiheit. Diese Sehnsucht ist zugleich der Grund, Ursprung und Motor aller Evolution, aller Innovation und allen Strebens. Ist diese Ursehnsucht so geartet, dass Essenz und Existenz der Person zusammenfallen, dann ist die Freiheit der Person eine vollständige, eine reale und ein wirkliche Freiheit des Menschen. Freiheit ist dann kein Zufall und keine Willkür des Augenblicks mehr, sondern eine Freiheit, die aus dem Grunde kommt und verlässliche Basis für jede Wahl und jede Entscheidung ist.

Individuelle Freiheit versus Fülle & grosse Linie ?

Mit andern Worten: Freiheit ist eine unveräusserliche personale Eigenschaft, und die individuelle Verwirklichung der eigenen Freiheit wird von der Ressourciven Pädagogik, ganz im Sinne des humanistischen Respekts, bei jedem Kind gefördert. Aber es ist die Fülle der Vitalität, die am Grund des Menschen wirkt, welche die Realität und Wirklichkeit der Freiheit ausmacht. Ist diese volle Intensität anwesend, so bewirkt sie, dass das Erleben intensiv und tief wird, dass Freiheit viel Wirklichkeit und Tiefgang erhält und der Mensch dadurch nicht der Spielball zufälliger Wahl wird, sondern Verwirklichung des eigenen Wesens.

In dieser Auffassung von Freiheit geht das Ressourcive Weltbild über das humanistische Verständnis vom Menschen hinaus. Wie real Freiheit ist, entscheidet sich folgerichtig nicht durch die Ansprüche des Freiheit-Trägers. Auch nicht durch die Menge seiner spontanen Impulse, die er verwirklicht, sondern dadurch, dass die Umsetzung der Impulse und die Durchsetzung der selbstbestimmten Wahl erfüllt sind von einer Kraft, die alles zum Florieren bringt. Fehlt diese Kraft, dann ist Freiheit nur Wahl und Befolgung von mehr oder weniger zufälligen Impulsen. Dann ist Freiheit keine Freiheit des Wesens, sondern Spielball von Situationen und augenblicklichen Bedürfnissen.

Konkret heisst dies, dass jeder Schüler, jede Schülerin individuell wahrgenommen und gefördert wird. Als Basis aller lebensfördernden Freiheit wird im Voraus Selbstschätzung, Wahrnehmung und Einstehen-für-sich-und-sein-Wort gefördert. Auf dieser Basis ist Selbstgestaltung und Lust auf Verantwortung nicht nur möglich, sondern hat auch die Kraft, sich echt zu verwirklichen. Auf diese Weise werden Freiheit, Person und Realität ein und dasselbe.

Die GasserSchule verfügt über ein Lehr- und LeitungsTeam, das diesen Anforderungen genügt und ist offen für die Anliegen der Indigokinder, der Neuen Kinder, der Kristallkinder, der Kinder der Reinheit und für alle Kinder, die mit neuen Ansprüchen an Bewusstsein, Lebensachtung und Transparenz geboren werden.

Details finden Sie im Lehrerprofil und Angaben zum Schulkonzept im Schulprofil.