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Charta der Ursprungs-, Bildungs- und Zukunftsgemeinschaft
Entwurf erarbeitet am 9. Juni 2007 von Johannes Gasser
Als Arbeitspapier akzeptiert von der Dienst- und Zukunftsgemeinschaft der GasserSchule am Bodensee, Schweiz
Falls interessierte Leser Vorschläge oder sich selbst einbringen wollen, bitte Anregungen an: kontakt@gasserschule.ch
A. Einführung
Unsere Charta
1 - Basis der Charta sind: die Philosophie der Ressourcivität, die Bildung durch sanfte, d.h. durch effiziente Energieformen, die Flow-Kommunikation sowie das Weltbild der Weite
2 - Dies ist eine Charta für all jene, welche erleben, wie Grosszügigkeit und vitale Nachhaltigkeit mehr Lebensintensität geben.
Kurzdefinition
3 - Ursprungsgemeinschaft heisst: Die Welt ist nicht zum verbrauchen da, sondern ist Basislager für Zukunft und Ursprung von Evolution
4 - Dienstgemeinschaft heisst, dass die Welt nicht für uns da ist, sondern wir für die Entfaltung zur Welt von morgen
5 - Die Menschen sind Geschwister, die zu Gärtnern des Lichts werden. Als Geschwister stehen sie in der Tradition ihrer Eltern.
Elterngestaltung wird durch jene Instanzen auf uns ausgeübt, denen unsere Lebendigkeit, unsere Kreativität, unsere eigentliche Lebenslinie entstammt. Dies können sein: leibliche oder geistige Eltern, die Natur in ihrer schöpferischen Kraft, die Genialität in uns, die Geborgenheit bei andern Menschen oder die Geborgenheit, die aus der Stille kommt. Dies können sein, Der Zeitgeist, das Weltbild das uns in unbedingter Form leitet, sei es religiöser form, praktisch-pragmatischer Art oder eine Linie der unbedingten Nachhaltigkeit.
B. Formen und Wirken der Ursprungs- und Dienstgemeinschaft
Die zwei Arten von Ursprungs- und Dienstgemeinschaft
6 - Ursprungs- und Dienstgemeinschaft kann es geben zwischen Menschen in Partnerschaften, Gemeinschaften, sozialen Gruppen oder in Netzwerken, im Bildungswesen, in Politik und Ökonomie.
7 - Ursprungs- und Dienstgemeinschaften gibt es auch durch die Verbindung der Menschen mit den kosmischen Feldern von Vitalität. Dabei bestimmen nicht Menschen über sich und andere, sondern Menschen lassen sich durch den Elan Vital formen
Dienstgemeinschaft als Servicegruppe am Landeplatz der Vitalität
8 - Unterstützung für Start und Landung ist gefragt, nicht Wohnen auf der Landepiste
9 - Die Mitglieder wirken als Service-Equipe, um Landung, Generation, Regeneration und Neustart, um die Anliegen des neuen Zeitalters der Weite zu ermöglichen
10 - Welt und Erde, Haus und Eigentum sind nicht Besitz, sondern Geschenke des Herzens, damit wir geben können. Besitz garantiert Sicherheit, Schenken weckt Grosszügigkeit
11 - Umwelt und Mitwelt sind Äusserungen der universalen Lebenswelt
12 - Was lebt, ist attraktiv und ist stärker als Macht und Position, als Begehren und Geltung
13 - Die leitende Linie ist nicht kontrollierbar, nur lenkbar durch die zugrundeliegenden Selbstverständlichkeiten
Ursprungsgemeinschaft als Förderung der kreativen Vitalität
14 - Der Mensch i s t nicht, er entsteht aus Ursprünglichkeit und Kreativität. Dadurch ist er Ressource für das, was weder war noch ist, sondern was neu sein wird
15 - Ursprungsförderung geschieht in der Leichtigkeit des Kreativität, jenseits von Druck und Anspruch
16 - Zahlen, Daten und Fakten sind nicht real, sondern das, was daraus entsteht
17 - Die ursprüngliche Freiheit besteht nicht darin, Bedürfnisse zu befriedigen, sondern jene Intensität entstehen zu lassen, die stärker ist als Bedürfnis, Emotion und Befriedigung
18 - Eigentliche Freiheit entsteht jenseits von Herr und Sklave, jenseits von Besitz und Beharren
19 - Das Wunder der Erfahrung besteht darin, ohne zu bezahlen durch globale Intensität erfüllt zu werden
C. Grundanliegen
Grundsätze
20 - Dasein für das, was über Mensch und Gegenwart hinausweist
21 - Selbstverwirklichung steht im Dienste von mehr-als-sich-selbst, nicht umgekehrt
22 - Miteinander wird zum Für-Ein-Ander und Für-das-Dritte
23 - Zuhören ist grundlegend und eröffnet Horizonte, die der Wille und die Zufriedenheit allein nicht kennen
24 - Ich denke nicht, es denkt für mich. Ich bin nicht, aus mir entsteht mehr
Maximen der Ursprungs- und Dienstgemeinschaft
25 - Es bringt der Menschheit mehr, Durchgang für Faszination und Attraktivität zu sein, als Grenzen zu schützen
26 - Flow-Linien sind stärker als Gewalt und als Gewaltlosigkeit
27 - Clevere Sanftheit ist effizienter als harte Ordnung
28 - Endlich: Kriege und Kämpfe sind Sackgassen. Ab heute: Flow-Orchester für das Zusammenspiel der Nationen und Kulturen, von Interessenten und Liebenden
29 - Zuvorkommenheit gewinnt mehr als Machen und Kaufen
D. Inhaltliche Charakteristika
Transparenz, Investition und Vorderlist
30 - Transparenz in Denken und Vernetzen in Sein und Handeln heisst, die solideste Basis für sich arbeiten zu lassen
31 - Das Ego wird vom Besitzer seiner Selbst zum Investor durch sich selbst. Wille wird Schwung
32 - Kapital heisst, Geld dem Aufbau zur Verfügung stellen. Tonica heisst, Existenz und Kapital dem Klang der einen Welt und der Melodie des Lebens zur Verfügung stellen
33 - Vorderlist als Grund-Stratagemik bedeutet, Demut zur Gelassenheit in allem Sein, in Tun und in Nichttun. Demut ist, wenn der Weltlauf der Einladung folgt
34 - Effizienz ist, mit pfiffigem Nichtstun viel mehr Erreichen. Das Prinzip des Heiligen
35 - Was früher Geheimwissen war, ist heute offen zugängig. Das neue Geheimnis heisst: nur wer sich einlässt, passt durch den Zugang
Innovation und Tradition
36 - Das Bewährte bildet das Gefäss, das Jetzt ist der Stoff und die Kreativität ist das Feuer des Wandels
37 - Entfaltung liegt jenseits von Tradition und braucht die Innovation
38 - Die Innovation der Zukunft ist jene des Bewusstseins, nicht der Technologie
39 - Schlichte Vieldeutigkeit ist präziser als harte Eindeutigkeit
40 - Sorgfältiger Umgang mit Finanzen, ökonomischen Bedingungen und Arbeitsqualität sind selbstverständlich. Spiritualität respektiert den Alltag
41 - Erworbenes schätzen und Neues wecken geht auf dasselbe zurück: vitale Erneuerung in jedem Augenblick.
42 - Nicht soziale Ideologie noch Kapitalismus, sondern das Abenteuer zur Förderlichkeit des Lebensschwungs ist Leitlinie
Die Verhaftung als Identifikation
43 - Feste Identität ist passé - die neue Nicht-Identität heisst, dynamisch mehr sein als Ich
44 - Wenn Du Dich bist, bist du wenig. Wenn Du Wir bist, bist Du überragend
45 - Wir schaffen eine Welt, die es für die "neuen Kinder" attraktiv macht, auf die Welt zu kommen.
46 - Neue Eltern geben nicht, was sie haben, sondern was die neue Generation braucht
47 - Bisher: Erziehung wollte Reproduktion und rechtes Tun. Ab heute: Bildung ruft die Genialität in die Alltagswelt
48 - Ausbildung vermittelt Wissen. Bildung schafft Kultur. Urbildung orchestriert Arbeit, Entwicklung und Ursprünglichkeit der Zukunft
49 - Urbildung heisst, mit den neuen Generationen das Große Spiel der Eigentlichkeit zu spielen
50 - Erwachsene sind Heranwachsende, um hin zur Zukunft und darüber hinaus zu wachsen
Achtsamkeit
51 - Bewusstsein ist Inkarnation der Lust als Verdichtung der Existenz
52 - Gut ist nicht mehr evolutiv genug. Profitabel ist nicht mehr nachhaltig genug. Es braucht Wachstum der erlebten Intensität in Bewusstsein und Hingabe
53 - Gewinnen ohne zu kämpfen, heisst das Tao im Kleinen wirken lassen.
54 - Gesund ist erst gesund, wenn Heilsamkeit wirkt. Krank ist nicht krank, wo Heilsamkeit wirkt
55 - Achtsamkeit ist keine Frage der Intelligenz, sondern der Praxis und der Intensität in Alltag und Stille
Unterschiede und Unterscheidungen zu Ego- und Leistungsgemeinschaft
56 - Selbstverwirklichung ist weder Zweck noch Ziel, sondern Werkzeug des Lebens, das als Urquell stetig neue Quellen entstehen lässt
57 - Beziehung heisst, mit dem Anderen über uns hinaus wachsen
58 - Selbstbewusstsein, Arbeit und Reden sind kein Ziel, sondern dienen als Brücke zum Geheimen
59 - Leistung verdient Lohn. Hingabe kann nicht belohnt werden, aber gewinnt mehr, als Lohn zu geben vermag
E. Öffentliches, weltweites Anliegen
Offizialität
60 - Die Charta ist eine öffentliche Deklaration als Basis eines weltweiten Zusammenschlusses
61 - Die Spieler des grossen Lebensspieles sehen ihren Einsatz für Ursprünglichkeit und Zukunft als weltweites und öffentliches Anliegen
62 - Jedes Team, das die Initiative für diese Charta ergreift, lädt weitere Visionäre ein, den Tanz der Grosszügigkeit mit zu tanzen. Motto: Der Zug ins Grosse
63 - Die Entfaltung hin zur Zukunft braucht neben Engagement auch Evaluation von Qualität und eigener Ortung
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